Die Anleitung zeigt schrittweise den Umbau einer 35- bzw. 40MHz-MX16(s) auf 2,4GHz. Als Sendemodul kommt ein Jeti-TU2 zum Einsatz.

Der Umbau ist auch für den weniger Geübten in max. 20min erledigt. Es müssen drei Kabel zum alten 35MHz-Sendemodul gekappt und später neu verlötet werden. Die neue 2,4GHz-Antenne wird an die Stelle der alten platziert. Nach dem Umbau können das alte Sendemodul und die alte Antenne anderweitig verwendet werden.


Eine ordentliche Vorbereitung ist die beste Voraussetzung für einen schnellen und problemlosen Umbau. An Werkzeugen werden ein kleiner Lötkolben (ca. 30W), ein Seitenschneider und ein Kreuzschlitzschraubenzieher benötigt, evtl. noch ein Steckschlüssel oder eine kleine Flachzange zum Festziehen von M2-Muttern. An Kleinteilen sollten ein 10cm langes Servoverlängerungskabel, zwei M2x8-Schrauben, dazu passend vier Muttern und zwei U-Scheiben, etwas 3mm-Schrumpfschlauch und dickflüssiger Sekundenkleber zurecht gelegt werden. Die beiden Montageplatten für das TU2-Modul und die Antennenhalterung habe ich aus einer 1mm-GfK-Platte hergestellt (bei Bedarf per e-Mail nachfragen – siehe Impressum).


Der Sender wird in das Oberteil der Verpackung gelegt, um die Knüppelaggregate und die anderen Schalter auf der Vorderseite zu schützen. Der Akku wird ausgebaut, die sechs Kreuzschlitzschrauben im Boden gelöst und der Gehäuseboden zu Seite geklappt. Im Bodenteil befindet sich auf einer kleinen Platine die Steckbuchse für den Akkustecker. Die Halteschraube der Platine wird gelöst und das Bodenteil vollständig zur Seite gelegt.


Die vier Halteschrauben des alten 35- bzw. 40MHz-Sendemoduls werden gelöst und die Modulleiterplatte zur Seite geklappt. Die alte Antenne wird ausgebaut und die Halteschraube vollständig entfernt, mit der sie am Gehäuse verschraubt wurde.



Das alte Sendemodul ist über eine Steuerleitung mit dem Impulsteil des Senders verbunden – der weiße Stecker wird am Impulsteil gelöst. Außerdem muss das dreiadrige Versorgungskabel gekappt werden. Hier werden im nächsten Schritt die Verbindungsleitungen zum TU2-Modul angelötet.


Zum Lieferumfang des TU2-Moduls gehört ein vieradriges Kabel, beidseitig mit einem weißen Stecker versehen. Das Kabel wird etwa halbiert, für den weiteren Umbau wird davon nur eine Seite mit Stecker benötigt. An diesem kann außerdem die grüne Leitung vollständig entfernt werden.




Das Verbindungskabel zum TU2-Modul wird jetzt mit den gekappten Versorgungsleitungen des alten Sendemoduls verbunden. Auf jede Ader kommt vorher ein Stück Schrumpfschlauch. Nun werden die Kabel gleicher Farbe jeweils miteinander verlötet und abschließend mit den Schrumpfschlauchstücken sorgfältig isoliert.



Das Jeti-TU2-Modul wird mit Hilfe der beiden M2-Schrauben auf der Montageplatte fixiert. Dabei dienen zwei der Muttern als Abstandshalter. Auch die kleine Montageplatte für die Antenne wird mit der Antennensteckbuchse verschraubt. Alle Muttern sind mit Loctite o.ä. zu sichern.


Jetzt kann die Antennenhalterung von Gehäuseinneren her unter die Antennenöffnung geklebt werden. Dazu reichen einige Tropfen dickflüssiger Sekundenkleber.
Die Servoverlängerung, an der später das Verbindungskabel zur Jetibox angesteckt werden kann, wird mit der Buchse durch die Montageplatte des Sendemoduls gefädelt und das Steckerteil nun ebenfalls mit Sekundenkleber an der Montageplatte verklebt.


Nun kann die Montageplatte samt Jeti-TU2-Modul dort verschraubt werden, wo früher das alte 35MHz-Modul befestigt war. Es ist darauf zu achten, dass das Antennenkabel unter der Montageplatte sauber in einer Schlinge verlegt und nirgends eingeklemmt wird. Jetzt können die dreiadrige Versorgungsleitung und das Servokabel am Sendemodul angesteckt werden.


Am Gehäuseboden muss evtl. der innere Rand der Antennenöffnung nachgearbeitet werden. Die Antennenhalterung im Gehäuseoberteil kann man kürzen – so erreciht man später bequem den Schraubring der neuen Antenne.



Zum Schluss wird die kleine Platine mit der Akkusteckbuchse wieder am Gehäuseboden befestigt und das Gehäuse zusammengeschraubt. Um die Steckbuchse zu erreichen, an der das Verbindungskabel zur Jetibox angesteckt wird, muss evtl. noch der kleine “35MHZ”-Aufkleber am Gehäuseboden entfernt werden.




… nur noch die neue Antenne festschrauben – und fertig!